Gran Canaria 2015

*vom 16.09.2015 - 30.09.2015*

Wie in jedem Herbst haben wir uns auch in diesem Jahr ein nicht allzu weit entferntes, aber dennoch sehr schön sonniges und warmes Plätzchen auf der Erde ausgesucht, an dem wir nicht nur Natur und Kultur erfahren können, sondern auch Erholung finden. Dieses Jahr verschlug es uns auf die Insel Gran Canaria. Dies ist die drittgrößte der Kanarischen Inseln nach Teneriffa und Fuerteventura und gehört, auch wenn die Lage im Atlantischen Ozean, also unter uns Nicht-Geographen, kurz vor der Afrikanischen Küste, dies nicht vermuten lässt, zu Europa, genauer nach Spanien. Entsprechend einfach gestalten sich daher Einreise und natürlich die Bezahlung. Man kommt problemfrei mit dem Personalausweis hin und zurück und vor Ort braucht man sich weder um das Umtauschen oder ein Umrechnen bemühen, denn auch hier wird in Euro bezahlt.
Gran Canaria ist aufgrund seiner ganzjährig relativ angenehmen Temperaturen ein beliebtes Urlaubsziel. Sowohl im Sommer, als auch im Winter gibt es viel Sonnenschein bei milden Temperaturen, die auch in der Nacht nicht stark abfallen, so dass es uns in diesem Jahr an die südöstliche Spitze der Insel verschlagen hat. Dieser Teil der Insel ist berühmt für das weitläufige Dünengebiet in Maspalomas. Dieses rund 12 km² große Areal mit den meterhohen Sanddünen, die aus sehr feinem Sand bestehen, haben wir schon von unserem Hotel aus bewundern können, so dass wir nach einem kurzen Strandspaziergang in den Dünen auf- und ablaufen konnten. Aber da der Sand bei den entsprechenden Temperaturen auch sehr heiß werden kann, haben wir die Dünen viel lieber vom Rücken eines Kamels aus bezwungen. Das hat doch am Anfang alle sehr viel Überwindung gekostet und bei dem Einem oder Anderen alles andere als Freudenschreie hervorgerufen, sich auf die schaukelnden Tiere zu setzen, aber der Ausblick hat dafür entlohnt. Denn an die Dünen schließt sich schon das Meer an und bietet eine wunderschöne Reisekatalogkulisse.
Unser Hotel befand sich in Playa del Inglés, einem sehr gut erschlossenen touristischen Badeort, dessen Wahrzeichen der Templo Ecuménico ist. In diesem ökumenisch genutzten Kirchengebäude feiern evangelische, katholische und freikirchliche Christen aus mehreren Ländern in ihrer jeweiligen Landessprache Gottesdienste, weswegen bis zu 15 Pfarrer hier arbeiten. Zudem bietet Playa del Ingles viele Möglichkeiten zum Paella essen oder Sangria trinken an der Strandpromenade, aber auch eine sehr langläufige Shoppingmeile direkt entlang am Strand. So hatten auch die Herren einen schönen Ausblick, wenn die Damen in dem einen oder anderen Geschäft wieder etwas länger brauchten. Gerade in den Touristengebieten gibt es viele freie Händler, so dass man hier oft handeln musste, um nicht uhrenwerklose Armbanduhren oder Handys mit arabischen Schriftzeichen angedreht zu bekommen. Aber es gab auch hochwertige Läden, die nun eine Mitreisende in das 21. Jahrhundert versetzten und ihr eine Digitalkamera ermöglichten. Neben Elektronikartikeln konnten wir, wie in jedem Jahr, auch Handtücher und T-Shirts (diesmal mit Gran-Canaria-Motiven) als Mitbringsel und Andenken erstehen. Vor allem Delfin-Motive haben es uns angetan, weswegen wir eine Bootstour mit Delfin-Suche unternommen haben. Leider war der Himmel etwas bedeckt und die Delfine waren durch das leicht aufbrausende Meer nicht zu entdecken, aber gleich mehrere Fahrten mit dem Bananenboot hat die Mutigen unter uns entschädigt. Für die anderen gab es leckere Paella auf dem Boot zum Mittagessen und ein wenig Erholung an Deck, auf dem man sich trotz des Wetters einen tüchtigen Sonnenbrand holen konnte.
Zwischen den Ausflügen haben wir uns regelmäßige Erholungspausen gegönnt. So haben wir das großzügige All-Inclusive-Programm unseres Hotels genossen. Es wurde diesmal nicht nur kulinarisch etwas geboten, sondern auch eine sehr angenehme Atmosphäre im durchaus gut besuchten, aber dennoch nicht überfüllten Hotel. So hatten wir die Poolbar oft für uns allein und konnten dabei helfen, dass der Tresen in unserer – vor allem Martin und Harrys – Anwesenheit nicht umfiel. Außerdem verzauberten unsere Mitreisenden durch ihre offene und herzliche Art nicht nur die Hotelgäste, sondern auch die Barkeeper, die uns daher die schönsten alkoholfreien Cocktails in den schillerndsten Farben mixten.
Das Hotel hatte wieder einen sehr schönen Pool, in dem wir regelmäßig Erfrischung suchten- nach dem anstrengenden Liegen in der Sonne- oder auch unsere Späße trieben und unser Haus- und Hof-Bud-Spencer alle in die Fluten stürzte.
Und natürlich gab es wieder Wassergymnastik für die Damen und Darts für die Erfahrenen und prompt gewann jedes Mal jemand aus unserer Reisegruppe gegen wirklich gute und erfahrene Gegner, wenn auch nicht beim allabendlichen Bingo-Wettstreit. Und bei so vielen Programmpunkten haben wir natürlich auch Erholung vom Urlaub gesucht und waren, so oft es ging, am Meer. Manchmal war es seicht und man konnte tief hinein und schwimmen und am anderen Tag hat uns schon eine Welle gleich beim Reingehen umgehauen.
Unsere vielen Eindrücke haben wir wieder in unzähligen Photos und Videos festgehalten. Ich freue mich schon auf unser nächsten Treffen, wenn einer eine Reise tut.

 

 

MITTENDRIN in den Dünen von Maspalomas

 

 

 

 

Unser Hotel Aparthotel Playa del Ingles

 

 

 

 

Der Templo Ecuménico befand sich direkt hinter unserem Hotel.

 

 

 

 

Hoch zu Kamel war nicht Jedem geheuer.

 

 

 

 

Bananenbootfahren während einer Bootstour

 

 

 

 

Das Hotelperonal kümmerte sich liebevoll um unsere Reiseteilnehmer.

 

 

 

 

Im Innenhof des Hotels befand sich ein Palmengarten.