„MITTENDRIN“ in Thailand

*vom 15.04.2013 - 30.04.2013*

Als wir aus unserem vorigen Urlaub zurückkamen und nach einem neuen Reiseziel fragten, stand schnell fest - Thailand.
Also Thailand. Nach langer Suche fanden wir ein gutes Angebot, nicht billig, aber besser, viel, viel besser, als wir erwarten durften.
Der Reihe nach. Sechs Stunden Flug, zwei Stunden Pause in Abu Dhabi und nochmal sechs Stunden Flug, platter Hintern, kaum geschlafen, brütende schwüle Hitze auf dem Flughafen in Phuket, schon wieder dunkel, noch über eine Stunde zum Hotel – Stimmung etwas gedämpft. Und dann fehlen noch drei Koffer!
Im Hotel dann die große Überraschung: Dieser edle, neue, phantastische, großzügige und doch gemütliche Bau sollte unser Hotel sein? Diese kleine Halle unser Zimmer? Für nur zwei Personen? Das ganze Essen für die paar Hotelgäste? Und warum gibt es hier so viel Personal? Und warum sind die alle so zurückhaltend und freundlich? Und warum verbeugten sich alle? Das war ja alles vom Allerfeinsten.
Am nächsten Morgen konnten wir weiter staunen. Über den riesigen Pool, mit den vielen schönen Liegen, bis direkt zum Meer. Über das Strandrestaurant, wirklich nur einen Meter vom Wasser entfernt. Die großzügige Anlage mit den vielen Blumen und Palmen. Und alles sauber und gepflegt. Aber bei all dem Staunen mussten wir uns furchtbar sputen, um unter ein Dach zu kommen. Monsunregen. Unvorstellbar, wie in so kurzer Zeit, so viel Regen fallen kann. Ein schwerer Gewitterguss bei uns ist nichts gegen das, was hier vom Himmel prasselt. Überhaupt – die Luftfeuchtigkeit ist riesengroß und die Temperaturen sind mit über 35 Grad auch nicht von schlechten Eltern. Feucht und heiß – diese Mischung trieb jedem, der aus dem klimatisierten Zimmer trat, augenblicklich den Schweiß aus sämtlichen Poren. Klatschnasse Hemden bei Einigen von uns waren die Regel. Aber dafür kamen die vermissten Koffer mit einem Tag Verspätung an.
Das hielt uns aber wirklich nicht davon ab, alles ausgiebig zu genießen. Apropos genießen: man hört ja immer, dass das Essen in Thailand so furchtbar scharf sei – wir können das nicht bestätigen. Scharf ja, aber nicht furchtbar, jedenfalls nicht in unserem Hotel. Zu jeder Mahlzeit gab es ein so reichhaltiges Angebot, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei war. Aus der Auswahl der tropischen Früchte stach besonders die frische reife Mango heraus, die viele von uns erst hier richtig kennenlernten. Und wenn man so fürstlich direkt am Meer speisen kann, schmeckt`s gleich noch mal so gut. Leider haben wir es aber nicht geschafft, alle alkoholfreien Drinks auf der Getränkekarte durchzuprobieren. Wir waren ja auch nicht dauernd im Hotel – das tolle Land mit vielen ganz besonderen Sehenswürdigkeiten erwartete uns doch!
Unser erster Ausflug führte uns zu den interessanten Felsformationen der Phang Ngu Bay, in der wir erst mit einem „Langschwanzboot“ zu einer Station fuhren, auf der mehrere Hundert Menschen mitten im Meer in Stelzenhäusern leben. Von dort aus erkundeten wir im Schlauchboot einige Felsformationen mit befahrbaren Grotten. Und keiner ist mit seinem Kanu umgekippt! Nachdem wir auch noch den „James Bond Felsen“ (hier wurde 1974 ein 007-Film gedreht) angeschaut hatten, ging es aufs Festland zurück – Tempel gucken. Mit dabei war ein sehr eindrucksvoller Felsentempel, mit einem der größten liegenden Buddhas. Das waren schon sehr exotische Eindrücke.
Baden im Pool, planschen im Whirlpool und schwimmen im Meer bei teilweise herrlichen Wellen, oft alle zusammen mit einem Ball, waren wichtige Urlaubsbeschäftigungen. Und natürlich: eincremen gegen Sonnenbrand.
Dass wir jeden Abend die nahegelegene Einkaufsstraße auf der Suche nach Souvenirs auf- und abgingen, brauche ich sicher nicht noch zu erwähnen.
Elefantenreiten war eine weitere Attraktion. Mit doch recht gemischten Gefühlen, krabbelten alle tapfer von einer erhöhten Plattform auf die Sitze der Dickhäuter und ab ging es, ohne richtigen Weg in den Urwald. Manches Quieken und Ooooh schallte durch den Wald, wenn es gerade wieder ganz dicht am Abgrund entlang ging oder eine besonders steile Passage zu meistern war. Aber die Elefanten zogen ruhig und gelassen ihren beschwerlichen Weg und so kamen wir alle wieder heil an. Ein unvergessliches Erlebnis.
Natürlich haben wir auch an einem anderen Tag noch einen exotischen Markt besucht, der nun wieder ganz andere Eindrücke bot. Beeindruckend war vor allem der Lebensmittelteil des Marktes mit seinen Ständen, frischen Obstsorten und unbekannten Gemüsearten. Die Abteilung mit dem nur mäßig gekühlten Fisch konnte man am Geruch besonders leicht finden.
Auch die Stadt Phuket haben wir bei einem Ausflug besichtigt - nicht nur die günstigsten Einkaufsmöglichkeiten, nein, vor allem buddhistische Tempel. Jeder hat sein eigenes Gepräge, aber alle sind ganz hübsch verziert, beherbergen eine Vielzahl von Buddhas, von denen einige aus religiösen Gründen mit feinstem Blattgold beklebt sind und alle werden beständig von Gläubigen besucht.
Es wäre noch viel mehr anzuschauen gewesen, aber unsere Reise dauerte leider nicht ewig.
Es hat uns allen viel Spaß gemacht, Neues zu erkunden, zu baden, sich im Hotel verwöhnen zu lassen und sich dem Zauber des exotischen Landes hinzugeben.
Und ich bedanke mich bei allen Mitreisenden, dass es so eine nette Atmosphäre der Toleranz, Kamerad-schaft und Hilfsbereitschaft gab.

 

 

 

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